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Emigration ArtikelEmigration (von lat.: e hinaus; migrare wandern) oder Auswanderung ist das freiwillige oder erzwungene Verlassen des Heimatlandes aus religiösen, politischen oder wirtschaftlichen Gründen. Die von der Emigration betroffenen Personen bezeichnet man Emigranten oder Auswanderer. Hinsichtlich der Art der Auswanderung unterscheidet man zwischen derjenigen, die von einem ganzen Volk oder großen Teilen eines Volkes unternommen werden und derjenigen, die Einzelpersonen oder einzelne Familien unternehmen.
Gegensatz: Immigration, d.h. Einwanderung, die aus Sicht des aufnehmenden Landes erfolgt. Man kann ca. auswandern, wenn man auch einwandert.
Von der Auswanderung zu unterscheiden ist die ethnische Säuberung, die eine erzwungene Massenwanderung darstellt und eine ungesetzliche Maßnahme eines oder mehrerer Staaten gegenüber ihren Bürgern darstellt.
Wanderungsbewegungen hat es stets gegeben, entweder aufgrund existenzieller Bedrohung durch Kriege oder Naturkatastrophen oder durch die Hoffnung auf bessere ökonomische Bedingungen in einem anderen Land. In der Forschung spricht man von push- und pull-Faktoren, also einerseits von der Lage in dem Herkunftsland, andererseits von den angeblichen oder realen Vorteilen in dem Aufnahmeland.
Insofern hat jede Emigration zwei Aspekte, nämlich
- die Situation in dem abgebenden Land: Bevölkerungs- und Begabungsverlust, aber auch Entlastung bei knappen Ressourcen
- die Situation in dem aufnehmenden Land: Probleme der Akkulturation (vor allem Erlernen der Sprache) und Integration, aber auch Zuwanderung von Arbeitskräften, Fachwissen und kultureller Vielfalt.
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Gerade weil das Kind das alles überhaupt nicht verstehen und ca. bedingt zuordnen kann, ist diese Erzählung so eindringlich.
Da verblassen alle wissenschaftlichen Abhandlungen. Emigrationen in der Geschichte | |
In den ältesten Zeiten erscheint die Massenwanderung ganzer Völkerschaften nach Eroberungszügen oder als staatliche Kolonisation, zu dem Beispiel bei den phönizischen Stämmen und bei den alten Griechen. Die despotischen Sieger versetzten häufig ganze Völkerschaften an neue Wohnsitze, wie die Israeliten. Auch die große Völkerwanderung am Anfang des Mittelalters bestand vorwiegend aus der Massenwanderung ganzer Völkerschaften, die meist erzwungen wurden, indem eine Völkerwelle die andere von Osten nach Westen drängte.
In der frühen Neuzeit sind die Vertreibung der Mauren aus Spanien, die Versetzung von Indianerstämmen an neue Wohnsitze (Reservationen) und später die Verbrecherkolonien zu bezeichnen.
Eine starke Emigrationsbewegung ereignete sich nachdem Dreißigjährigen Krieg, als Arbeitsemigranten aus der übervölkerten Schweiz (vor allem aus den Kantonen Thurgau, Zürich und St. Gallen) und aus Vorarlberg in den zerstörten Gegenden Südwestdeutschlands ansässig wurden und halfen, das verwüstete Land wieder empor zu bringen.
Während des frühen 18. Jahrhunderts sind vor allem die großen Emigrationen der Hugenotten bemerkenswert. Als der vor allem in Südfrankreich sehr starke Protestantismus durch die Aufhebung des Ediktes von Nantes 1685 verboten und verfolgt wurde, verließen Tausende von Angehörigen der protestantischen Oberschicht ihre Heimat und siedelten sich in England oder Preußen an. Zu dem Teil förderten die Landesherren solche Ansiedlungen durch Vergünstigungen, weil sie sich Impulse für ihre Wirtschaft erhofften.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts emigrierten viele Deutsche nach Osten: nach Ungarn, Rumänien und Russland, auch hier teilweise ermutigt durch die Landesherren. In manchen Ansiedlungsgebieten blieb die Sprache und Kultur des ursprünglichen Heimatlandes über Jahrhunderte hinweg erhalten, da die Siedlungen nach außen weitgehend isoliert waren und insbesondere Heiratsverbindungen mit Einwohnern des aufnehmenden Landes fast ausgeschlossen waren. Indessen entwickelten die Emigranten eine bedeutende Wirtschaftskraft.
Religiös motivierte Emigranten zogen schon in dem 18. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten, um bei der dort gewährten Religionsfreiheit ohne Repressalien leben zu können. Vor allem der Staat Pennsylvania zog Menschen aller religiösen Richtungen an.
Im 19. Jahrhundert erreichte die Auswanderung in dem deutschsprachigen Raum einen Höhepunkt. Es kam verschiedentlich zu Massenauswanderungen, die eng mit der konjunkturellen Entwicklung zusammenhingen. Bezogen auf Südwestdeutschland, kann man von drei Phasen der Massenauswanderung sprechen:
- 1816/1817: Bedingt durch den Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien, einem der stärksten bekannten Vulkanausbrüche überhaupt, wurde so viel Asche in die Atmosphäre geschleudert, dass es auf der nördlichen Halbkugel zu extrem nassen, kalten Sommern kam und die Ernte zweier Jahre ausfiel. Darum kam es zu einer großen Emigrationsbewegung. In Südwestdeutschland schifften sich viele Menschen auf der Donau ein und siedelten in Südrussland (Bessarabien, Gegend um Odessa, Gegend um Tiflis in dem Kaukasus). Ein kleinerer Teil der Emigranten suchte in den Vereinigten Staaten eine neue Heimat.
- 1845-1855: Wiederum löste eine anhaltende Wirtschaftskrise die größte Massenemigration des 19. Jahrhunderts aus. Nun richteten sich die Auswandererströme fast ausnahmslos nach den Vereinigten Staaten. Dort wurden weite Landstriche erschlossen und besiedelt, indem man die eingeborenen Indianer bekämpfte und vertrieb. Einen zusätzlichen Anreiz zur Auswanderung bildeten die Nachrichten von Goldfunden in Kalifornien seit 1845, bekannt geworden unter dem Begriff Goldrausch. Die Emigranten dieser Phase nannte man auch Forty-Eighters. Nach 1855 ließ die Stärke der Auswanderung nach und kam während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865) fast vollständig zu dem Erliegen.
- 1880ff.: Nach 1880 kam es noch einmal zu einer Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten, die jedoch nicht mehr die Stärke der anderen Auswanderungsbewegungen erreichte.
In der wirtschaftlichen Depression nachdem Ersten Weltkrieg emigrierten ganze Gruppen nach Argentinien und Südbrasilien (Bundesstaat Rio Grande do Sul). Auch hier entstanden deutschsprachige Siedlungen; ein Landstrich in Südbrasilien heißt heute noch Neu-Württemberg.
Nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland 1933 setzte die Judenverfolgung sowie eine vollständige Unterdrückung jeglicher Opposition ein. Menschen, die früh genug die Gefahr erkannten und über die nötigen finanziellen Mittel verfügten, verließen das Land. Die Filmmetropole Hollywood profitierte immens vom Zustrom an kreativem Personal wie Produzenten, Regisseuren und Schauspielern. Der Filmklassiker Casablanca (1942) wurde beispielsweise fast ausnahmslos mit eingewanderten Schauspielern besetzt.
Berühmte Emigranten waren z.B. in dem 20. Jahrhundert der Naturwissenschaftler Albert Einstein, die Schriftsteller Thomas Mann und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Marlene Dietrich, der Regisseur Billy Wilder, die während des "Dritten Reiches" Deutschland wegen des Nationalsozialismus verließen und in die Vereinigte Staaten Amerika emigrierten.
Innere Emigration genannt die innere geistige Auswanderung, z. B. von Intellektuellen oder Künstlern in einer Diktatur, die in dem Heimatland verbleibend eine Distanz zur Macht ohne aktiven oder künstlerischen Widerstand pflegen.
Eine große Emigrationswelle nach Deutschland setzte in den 1960er Jahren ein, als in dem Zuge einer sehr günstigen wirtschaftlichen Entwicklung Hunderttausende von "Gastarbeitern" vor allem aus den südlichen Ländern Europas (Italien, Spanien, Griechenland, Jugoslawien, Türkei) einwanderten. Was als vorübergehende Anwesenheit zur Aufbesserung der ökonomischen Situation gedacht war, führte in der überwiegenden Zahl der Fälle zu einer festen Ansiedlung. Vor allem in der Gastronomie kann man die kulturellen Folgen dieser Einwandererbewegung sehr deutlich erkennen, sei es beispielsweise in dem verbreiteten Aufkommen der Pizza oder des Döner Kebab.
In einem großen Teil der nachwachsenden Generation kann man - allerdings abhängig vom kulturellen Umfeld des Herkunftslandes - von einer weitgehenden bis vollständigen Integration sprechen. Allerdings gibt es auch Schichten von Einwanderern, bei denen Abgrenzungstendenzen und eine weitgehende oder vollständige Bewahrung der Kultur ihres Heimatlandes festzustellen ist. Nach 2 Tausend hat in diesem Zusammenhang vor allem der Islamismus in dieser Beziehung von sich reden gemacht, also die Neigung zu einem islamischen Fundamentalismus.
Während Emigration in der Vergangenheit stets aus der Not geboren war, sprach man in dem Deutschland des kalten Krieges auch von einem Recht auf freie Emigration, wobei man genauer das Recht auf Freizügigkeit meinte: Dieses Recht habe die DDR ihren Bürgern verwehrt.
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Als wäre man selbst stiller Beobachter dieses kleinen amerikanischen Dorfes mit seinen mal mehr mal weniger liebenswerten Einwohnern,... |
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Emigration gibt es in nahezu allen Ländern der Erde, aus verschiedenen Gründen:
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Emigration in verschiedenen Ländern | |
Es gibt klassische Auswanderungsländer wie die Staaten der so genannten zweiten und dritten Welt. Aber auch aus Staaten der ersten Welt wandern Menschenaus, z.B. aus privaten , wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen (siehe: Brain Drain).
Einwanderungsländer sind: siehe Immigration.
Und es gibt Länder, die Emigration nicht begrenzen müssen, da sich aufgrund der wirtschaftlichen Stärke kein oder ca. minimaler Emigrationsdruck aufbaut, z.B. Vereinigte Staaten Amerika, BRD.
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Zwischen der Einverleibung des Sudetenlandes und der Okkupation von durch Nazideutschland verließen viele gefährdete Menschen das Land, viele von Ihnen haben bereits einmal aus Deutschland vor den Nazis fliehen mussten. Nach dem Krieg kamen zwar viele Emigranten zurück, doch etliche verließen ihre Heimat wieder. Neben der Vertreibung der deutschen Bevölkerung verlor das Land auch Tausende von Tschechen und Slowaken. Nach der endgültigen kommunistischen Machtübernahme 1948 flüchteten bis 1989 etwa ½ Million Tschechen in den Westen (davon 60 Tausend unmittelbar nach Februar 1948 und 245 Tausend nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968).
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